Präsenz zeigen für den neuen Tarifvertrag

18.01.2016

verdi_logoKommt zur Demo am 21.1.16, 9:00h in München, Wittelsbacherplatz 1!

Bereits seit November vergangenen Jahres laufen die Verhandlungen zum neuen Tarifvertrag für auf Produktionsdauer beschäftigte Film-und Fernsehschaffende (TV FFS). Die bvft mit ihrem Sitz im Tarifausschuss (TA FFS) der verdi FilmUnion, ist direkt an der Gestaltung des neuen Tarifvertrags beteiligt. Die Kernforderungen der FilmUnion – deutliche Verbesserungen bei Gagen und Arbeitszeiten – werden von der bvft vollumfänglich mitgetragen. Diese Kernpunkte sind aus einer verdi-Umfrage unter 900 Filmschaffenden hervorgegangen.

Die Forderungen der FilmUnion lauten im Detail:

  • Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf höchstens 12 Stunden.
  • Erhöhung der Wochengagen um mindesten 50€.
  • Reaktivierung des Zeitkontos 50-40-Plus, womit wieder Mehrarbeit und Zuschläge oberhalb von 40 Stunden, nicht wie momentan oberhalb von 50 Stunden, in das Zeitkonto fließen würden.
  •  Aufnahme der Gewerke Beleuchtung und Kamerabühne in den Tarifvertrag. Dabei ist angepeilt, für Oberbeleuchter eine Wochengage von 1600 €, für Kamerabühne von 1550 € und für weitere Berufe der Gewerke entsprechend abgestufte Gagen, festzulegen.
  • Anrechnung von Shuttle-Zeiten zwischen Hotel und Drehort zur Arbeitszeit.
  • Gewährleistung der Anwendung des Tarifvertrages.

Das Angebot der Arbeitgeberseite geht bisher leider auf keine dieser Forderungen ein. Bei der ersten Verhandlungsrunde am 27.11.2015 in Berlin legte die Produzentenallianz lediglich ein Angebot vor, dass eine Erhöhung der Gagen um 1,3 Prozent im April 2016 und um weitere 1,5 Prozent im Jahr 2017 vorsieht. Auch wenn die Inflationsrate in Deutschland 2015 lediglich bei 0,5 Prozent lag, geht die Prognose der Deutschen Bundesbank für die Jahre 2016 und 2017 Raten von 1,8 bzw 2,2 Prozent aus. Damit entspräche das Angebot der Produzentenallianz nicht einmal einem Inflationsausgleich.

Den zweiten Kernpunkt der Forderungen der FilmUnion, die Verringerung der Tageshöchstarbeitszeit auf maximal 12 Stunden, lehnt die Produzentenallianz – wie auch jede weitere Reduzierung der Arbeitszeiten – strikt ab.

Daher fordern wir alle Filmtonschaffenden auf, die Verhandlungen um den neuen Tarifvertrag aktiv zu unterstützen! Hierzu wird am 21.1.16 ab 9:00h in München eine Kundgebung am Wittelsbacherplatz 1 stattfinden.
Zeigt Präsenz am Verhandlungsort der 2. Verhandlungsrunde! Kommt zur Demo und unterstützt die verdi FilmUnion und die bvft bei der Durchsetzung ihrer Forderungen!

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