Filmschaffenden-Verbände fordern Rücknahme der DFFF-Kürzung

26.11.2014

Filmschaffenden-Verbände fordern Rücknahme der DFFF-Kürzung 1Die Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände Die Filmschaffenden, fordert die Rücknahme der geplanten Reduzierung des DFFF-Budgets von 60 auf 50 Mio. Euro und setzt sich gleichzeitig für eine Aufstockung des Budgets auf das Niveau des Jahres 2013 von 70 Mio. Euro ein. Die Berufsvereinigung Filmton (bvft) ist Mitglied in der BV der Filmschaffenden.

„Eine finanzielle Kürzung der Fördermittel um zehn Millionen Euro bedeutet einen tiefen finanziellen Einschnitt für einen sehr großen Teil der Filmschaffenden und ihrer Familien. Aber auch für Staat und Gesellschaft ergeben sich negative Auswirkungen: Für den Staat, weil jeder Förder-Euro auf diesem Sektor durchschnittlich 1,70 Euro an Steuern ergibt – also Millionen hiermit verlorengehen. Auch der Verlust der Arbeitsplätze muss zusätzlich mit Transferleistungen bezahlt werden – mit Arbeitslosengeld 1 und Hartz-IV-Zahlungen. Schließlich leidet auf lange Sicht die gesamte Branche – sie wird unattraktiv für die besser ausgebildeten Kreativen“, erklärt Verbandsvorstand Reinhold Dienes.

Besonders unverständlich ist die geplante Mittelkürzung nach Ansicht des Verbands vor dem Hintergrund, dass es lange erklärtes Ziel der deutschen Wirtschaftspolitik gewesen sei, die Kultur- und Kreativwirtschaft als eigenständiges Wirtschaftsfeld und als Wachstumsbranche zu etablieren und deren Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, heißt es in der Mitteilung weiter.

Angelika Krüger-Leißner, Beirätin der BV der Filmschaffenden, betont in diesem Zusammenhang: „Die Filmbranche ist im Verhältnis zu anderen Wirtschaftsbereichen extrem erfolgreich. Die Förderung in den letzten Jahren brachte nicht nur einen Zuwachs an Beschäftigung und Wirtschaftskraft für den deutschen Film, sondern auch ein steigendes Steuer-Aufkommen. Diese positive Entwicklung darf nicht ausgebremst werden.“

Die Filmschaffenden fordert die Bundesregierung deshalb dazu auf, die DFFF-Kürzung, wie sie vor knapp zwei Wochen vom Haushaltsausschuss beschlossen worden war, zurückzunehmen und die Mittel auf 70 Mio. Euro aufzustocken.

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