Bund „verschenkt“ 700MHz-Frequenzen

22.06.2015

apwptAm 19. Juni gab die Bundesregierung das Ergebnis der Frequenzversteigerung 2015 bekannt. Vorrangig ging es dabei um die Erneuerung auslaufender Lizenzen für den Mobilfunk im Bereich 900 und 1800 MHz, auf die auch der Löwenanteil der Erlöse ausfiel. Auf den neuen Bereich um 700 MHz, dessen Wegfall für die Kultur- und Medienbranche schwerwiegende Auswirkungen haben wird, entfielen hingegen nur 20% der Erlöse, zumal ein Großteil davon wieder als Subventionen an den Mobilfunk zurückfließen wird! Wie der APWPT kommentiert, wurde somit das „Tafelsilber für viele Jahre verschenkt“.

Und das, obwohl die Mobilfunkindustrie  jahrelang mit der immensen Bedeutung des 700MHz-Bandes für den Breitbandausbau geworben hatte. Klammheimlich rückt die Bundesregierung nun von dem propagierten Ziel von bundesweit 50MBit/s ab, zu dessen Erreichung sie Theatern, Eventveranstaltern und der Film- und Fernsehbranche ihre Arbeitsfrequenzen weggenommen hat. Stattdessen fordert die ausführende Behörde, die Bundesnetzagentur, nur mehr 10MBit/s als Versorgungsziel für die Mobilfunkanbieter. Ein Wert, der schon durch die bis dahin bestehenden Mobilfunkfrequenzen hätte erreicht werden können, ohne der Medienlandschaft zu schaden!

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