Bericht vom 23. Jour Fixe am 15.4.2008 “5 vor 12 für den Tarifvertrag?”

26.04.2008

Vor 16 interessierten Vereins- und Nicht-Vereinsmitgliedern referierte ver.di-Tarifsekretär Matthias von Fintel ausführlich über den Tarifvertrag und dessen rechtlichen Rahmen, und beantwortete Fragen. Der Tarifvertrag soll im Herbst 2008 neu verhandelt und erweitert werden.Rege Diskussion beim 23. Jour Fixe - Foto Paulina Bocheñska Unterstützt wurde v. Fintel von connexx.av-Projektmanagerin Kathlen Eggerling, die ausserdem das Tarifmodell „5 statt 12“ erläuterte und zu dessen Unterstützung aufrief. „5 statt 12“ soll Filmschaffenden helfen, zwischen den Projekten, entsprechend ihrer eingezahlten Sozialversicherungsbeiträge, statt ALG II / Hartz IV, mit all seinen Gängelungen wie Umschulungen und finanziellen Limitierungen, ALG I zu beziehen.Im Gegenzug wurden v. Fintel und Eggerling durch die Anwesenden Tongestalter über die Strukturen unserer Arbeit und die damit verbundenen Notwendigkeiten im Hinblick u.a. auf Arbeitsteilung und Zeit-Budgets informiert.In der regen Diskussion zeichnete sich ab, dass das Ziel des BVFT, die Aufnahme von Sound Editoren in den Tarifvertrag, weiterhin hohe Priorität für den Verein hat:

  • die Wahrnehmung der Tonnachbearbeitung als Arbeitsschritt in der Film-Postproduktion wird dadurch erhöht.
  • der Sound Editor findet durch sein Erscheinen im Tarifvertrag Eingang in Produktions-Kalkulationssoftware, und erleichtert den Produktionen eine vernünftige Budgetierung.
  • es wird eine Mindestgage für festangestellte Sound Editoren eingeführt (soweit deren Arbeitgeber am Tarifvertrag teilnehmen); damit wird ein Absacken der Gagen ins Bodenlose verhindert.
  • Freiberufler erhalten einen Richtwert für ihre Mindestforderungen, auf den sie bei Gagenverhandlungen verweisen können.

Ausserdem kam die Möglichkeit einer Kooperationsvereinbarung zwischen Ver.di / connexx.av und BVFT zur Sprache, ähnlich möglicherweise der zwischen BFS und der Gewerkschaft, ein Punkt, der innerhalb des Vereins noch diskutiert werden wird.Foto: Paulina Bocheñska

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