Berlin, 31. März 2026 – Die Berufsvereinigung Filmton e.V. (bvft) und PROG Producers of Germany e.V. haben sich dem Respect Code Film (RCF) angeschlossen.
Der RCF ist die erste und einzige branchenweite Vereinbarung zur Einhaltung von Grundsätzen für den respektvollen, kollegialen und die Persönlichkeit schützenden Umgang bei Film- und Fernsehproduktionen. Der auf gemeinsame Initiative der Produktionsallianz, ver.di und Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) entstandene Respect Code Film wendet sich gegen jede Form von respektlosem Umgang, Belästigung, Gewalt, Diskriminierung oder anderem Fehlverhalten und schreibt Grundsätze für sicheres Arbeiten und einen respektvollen Umgang in der Filmbranche fest.
Zur Unterzeichnung am 27. März 2026 erklären:
Britta Strampe, Mitglied des Vorstands PROG Producers of Germany:
“Kollegiales, respektvolles Verhalten sollte eine Selbstverständlichkeit an jedem Arbeitsplatz sein – auch beim Film. Wir zeichnen den Respect Code Film, um den Beschäftigten vor und hinter der Kamera Sicherheit zu geben, respektloses Verhalten nicht erdulden zu müssen. Der Code zeigt auf, wer für die Einhaltung der Grundsätze verantwortlich ist und wohin sich Betroffene für eine Beratung oder für eine Beschwerde wenden können. Das hilft allen Beteiligten. Prävention ist der Kern, um Missbrauch oder sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu verhindern. Wir unterstreichen daher die außerordentliche Bedeutung der Themis – die Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt für die Branche. Wir setzen uns dafür ein, dass die Themis weiterhin auskömmlich finanziert wird. Wir appellieren an die auftraggebenden Sender, den Respect Code ebenso ernst zu nehmen und sich der eigenen Verantwortung zum Beispiel mit Blick auf Anzahl der Drehtage bewusst zu sein. Der Code darf zudem nicht zu mehr Bürokratie und Kontrolle durch die Förderungen führen.“
Catherine Lieser, Geschäftsführerin Berufsvereinigung Filmton e.V. (bvft):
„Die Berufsvereinigung Filmton vertritt Filmtonschaffende, die am Set, in der Postproduktion und im Synchron tätig sind. Wir freuen uns den Respect Code Film zu unterzeichnen und damit ein Zeichen zu setzen: Für einen respektvoller Umgang in allen Phasen der Herstellung audiovisueller Produktionen als Maßstab der Zusammenarbeit.“
Michelle Müntefering, CEO und Sprecherin des Gesamtvorstands der Produktionsallianz:
„Sich gegen jede Form von diskriminierendem Verhalten, Belästigung, Gewalt oder Missbrauch zu wenden, ist wichtiger denn je. Als Arbeitgeber sind wir in der Verantwortung und der Pflicht. Der Respect Code Film macht unumstößlich klar: Gemeinsam stehen wir für den fairen, respektvollen und angstfreien Umgang in unserer Branche.“
Der Respect Code Film wurde auf Initiative der Produktionsallianz, des Bundesverbands Schauspiel (BFFS) und der Gewerkschaft ver.di erstellt, unterstützt und beraten durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Filmförderungsanstalt des Bundes (FFA), das Medienboard Berlin-Brandenburg, die Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt sowie die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM). Zu den Erstunterzeichnern am 8.11.2024 gehören ARD, ZDF, die Deutsche Filmakademie, der Bundesverband Regie (BVR), die ARD Degeto, Netflix und VAUNET – Verband Privater Medien. Im Juli 2025 hat sich als erste deutsche Filmhochschule die Filmakademie Baden-Württemberg (FABW) dem Respect Code Film angeschlossen.
Weitere Informationen sowie der Download des Respect Code Film stehen unter https://produktionsallianz.de/respect-code-film-unterzeichnung/ zur Verfügung.

Bei der Unterzeichnung des Respect Code Film am 27. März 2026 in Berlin (v.l.n.r.):
Britta Strampe (PROG), Wiebke Wiesner (PA), Julia Maier-Hauff (PROG), Michelle Müntefering (PA), Catherine Lieser (bvft), Florian Singalla (PA).
Der Respect Code Film wurde weiterhin unterzeichnet von Jochen Wolkersdorfer und Matthias Rupp (Mitglieder des Vorstands der bvft).